BGM verstehen und die Wirkung erkennen

Fakten, Elemente und Nutzen

Hier finden Sie kompakte Grundlagen zu Betrieblichem Gesundheitsmanagement (BGM). Noch mehr vertiefende Inhalte, Praxisbeispiele und Materialien stehen Ihnen in unserem Mitgliederbereich zur Verfügung. Werden Sie jetzt Mitglied und erhalten Sie Zugriff auf alle Inhalte.

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Was ist BGM?

Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) ist ein systematisches, ganzheitliches Konzept zur Gestaltung von Strukturen, Prozessen und der Unternehmenskultur. Ziel ist es, die Gesundheit und die Leistungsfähigkeit der Mitarbeitenden langfristig zu erhalten und zu fördern. Dabei geht es sowohl um den Schutz vor Belastungen und Risiken als auch um die aktive Stärkung von Faktoren, die Motivation und Wohlbefinden unterstützen. BGM steht für eine klare, im Arbeitsalltag verankerte Strategie – nicht für einzelne Wellness-Aktionen.

(Definition in Anlehnung an Stierle & Vera (2014) und Gesundheitsförderung Schweiz)

 

Ein Beispiel:

  • Ein KMU führt ergonomische Arbeitsplätze ein, damit Mitarbeitende auch nach Jahren beschwerdefrei arbeiten können.
  • Gleichzeitig wird ein Rückkehrgespräch nach längerer Krankheit etabliert, um den Wiedereinstieg zu erleichtern.
  • Ergänzt wird dies durch Schulungen für Führungskräfte, wie sie mit Stress im Team konstruktiv umgehen können.

So entsteht ein Gesamtpaket, das sowohl präventiv wirkt als auch konkrete Unterstützung im Alltag bietet.

Die Gesundheit der Mitarbeitenden steht beim betrieblichen Gesundheitsmanagement im Zentrum. Gesunde Mitarbeitende sind deutlich weniger gestresst, zufriedener sowie engagieren sich und bleiben länger im Unternehmen. Für das Unternehmen rechnen sich BGM-Massnahmen ebenfalls: 2.6 Tage weniger Absenzen pro Jahr, Produktivitätsgewinn zu CHF 8'000 pro Jahr und Mitarbeiter:in.

Quelle: Studie SWiNG 2011 

Die Elemente des Betrieblichen Gesundheitsmanagements

Das BGM-Haus

Oft wird Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) in Form eines Hauses dargestellt: stabil, mit klaren Säulen und einem soliden Fundament. Dieses Bild verdeutlicht, dass erfolgreiches BGM nicht auf einer einzelnen Massnahme beruht, sondern auf dem Zusammenspiel verschiedener Elemente.

 

Die drei zentralen Bausteine


Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF)

  • Fokus: Die Gesundheit der Mitarbeitenden gezielt stärken und erhalten
  • Beispiele: Work-Life-Balance (flexible Arbeitsmodelle), Führungstrainings oder Gesundheitstage (Workshops, Voträge, Screenings)
  • Nutzen: steigert Motivation, Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit

Absenzen- und Case Management

  • Fokus: gezielter Umgang mit Fehlzeiten und Rückkehrprozessen
  • Beispiele: strukturierte Rückkehrgespräche, individuelle Unterstützung bei längerer Krankheit
  • Nutzen: schnellere Reintegration, geringere Kosten, stärkere Mitarbeiterbindung 

Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz (ASGS)

  • Fokus: Prävention von Unfällen und Schutz vor Risiken am Arbeitsplatz
  • Beispiele: Sicherheitsunterweisungen, ergonomische Arbeitsplätze, Gefährdungsanalysen
  • Nutzen: weniger Unfälle, rechtliche Sicherheit, langfristige Arbeitsfähigkeit

Ziele des BGM

 

Das Betriebliche Gesundheitsmanagement verfolgt das Ziel, die Gesundheit und die Leistungsfähigkeit der Mitarbeitenden zu erhalten und zu fördern. Es hilft, Fehlzeiten zu reduzieren, die Motivation und die Zufriedenheit zu steigern und die Produktivität im Unternehmen zu sichern. Gleichzeitig stärkt BGM die Attraktivität als Arbeitgeber und sorgt durch klare Strukturen für die nachhaltige Verankerung im Unternehmen

Kurz gesagt: BGM verbindet Gesundheit, Motivation und wirtschaftlichen Erfolg – zum Vorteil von Mitarbeitenden und Unternehmen.

 

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